SEO11. August 2026 · 4 Min. Lesezeit

Keywords finden: So suchen Ihre Kunden wirklich – mit kostenlosen Werkzeugen

Keywords finden ohne Vorkenntnisse: So erfahren Sie mit kostenlosen Werkzeugen, wonach Ihre Kunden bei Google und ChatGPT suchen – in 5 einfachen Schritten.

seora.oneAktualisiert am 11.08.2026
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Kurz gesagt

Wie finde ich die richtigen Keywords?

Keywords sind die Wörter und Fragen, die Menschen bei Google oder in KI-Assistenten eingeben. Sie finden sie in fünf Schritten: Ideen aus Kundensicht sammeln, Google-Autovervollständigung nutzen, mit Daten prüfen, nach Suchabsicht sortieren und jeder Seite ein Hauptkeyword zuordnen. Kostenlose Werkzeuge reichen für den Einstieg meist aus.

Das Wichtigste in Kürze

  • Keywords sind Suchbegriffe: einzelne Wörter, Wortgruppen oder ganze Fragen.
  • Lange Keywords (Long-Tail) haben weniger Suchvolumen, aber klarere Absicht und weniger Konkurrenz.
  • Kostenlose Werkzeuge: Google-Autovervollständigung, Google Search Console, Keyword-Planer und Google Trends. Quelle (öffnet in neuem Tab)
  • Keyword-Stopfen verstößt gegen die Spam-Richtlinien von Google. Quelle (öffnet in neuem Tab)

Keywords sind die Wörter und Fragen, die Menschen in Google oder ChatGPT eingeben, wenn sie etwas suchen. Die richtigen Keywords finden Sie, indem Sie aus Sicht Ihrer Kunden denken und diese Ideen mit kostenlosen Werkzeugen wie der Google-Autovervollständigung, der Google Search Console, dem Keyword-Planer und Google Trends überprüfen. Ob Bäckerei, Online-Shop, Steuerkanzlei oder Maschinenbauer: Wer die Sprache seiner Kunden spricht, wird gefunden. Diese Anleitung zeigt Ihnen in fünf Schritten, wie das geht.

Was sind Keywords?

Ein Keyword (auf Deutsch: Schlüsselwort oder Suchbegriff) ist das, was jemand in die Suche eintippt – ein Wort, eine Wortgruppe oder eine ganze Frage. „Bäckerei Augsburg“ ist ein Keyword, „Steuerberater für Selbstständige“ ebenso wie „Was kostet eine CNC-Lohnfertigung?“.

Google zeigt Ihre Website nur zu Suchbegriffen an, die zu Ihren Inhalten passen. Wenn Sie wissen, wonach Ihre Kunden suchen, können Sie genau diese Themen auf Ihrer Website behandeln. Die Grundlagen dazu erklären wir in SEO einfach erklärt.

Kurz oder lang?

Fachleute unterscheiden zwei Arten:

  • Kurze Keywords wie „Brot“ oder „Steuerberater“: Sehr viele Menschen suchen danach, aber mit sehr unterschiedlichen Absichten – und die Konkurrenz ist riesig.

  • Lange Keywords, auch Long-Tail-Keywords genannt, wie „Dinkelvollkornbrot ohne Hefe kaufen München“: Weniger Menschen suchen danach, aber sie wissen genau, was sie wollen. Hier haben auch kleinere Unternehmen gute Chancen.

Mit KI-Assistenten werden Suchanfragen noch länger. Statt „Steuerberater Hamburg“ fragt man ChatGPT oder Claude: „Welche Steuerkanzlei in Hamburg kennt sich mit Onlinehändlern aus?“ Wie Sie in solchen Antworten auftauchen, lesen Sie in Was ist GEO?.

Das größte Missverständnis: Fachsprache

Viele Unternehmen beschreiben ihr Angebot so, wie sie intern darüber sprechen. Kunden suchen aber mit ihren eigenen Worten:

Branche

So spricht das Unternehmen

So sucht der Kunde

Bäckerei

„Feine Backwaren aus Meisterhand“

„Bäcker mit Sonntagsöffnung in der Nähe“

Online-Shop

„Ergonomische Arbeitsplatzlösungen“

„höhenverstellbarer Schreibtisch günstig“

Steuerkanzlei

„Ganzheitliche steuerliche Gestaltungsberatung“

„Steuerberater für Selbstständige Kosten“

Maschinenbau

„Zerspanungskompetenz für anspruchsvolle Bauteile“

„CNC-Fräsen Einzelteile Lohnfertigung“

Beides hat seinen Platz – aber gefunden werden Sie über die rechte Spalte.

Keywords finden in 5 Schritten

Schritt 1: Ideen aus Kundensicht sammeln

Setzen Sie sich 20 Minuten hin und schreiben Sie auf: Welche Probleme haben Ihre Kunden? Welche Fragen stellen sie am Telefon, im Laden, im Verkaufsgespräch? Fragen Sie auch Ihr Team, besonders Mitarbeiter mit Kundenkontakt. Ein Blick in Kunden-E-Mails und Anfragen ist eine wahre Goldgrube.

Schritt 2: Google selbst fragen

Tippen Sie Ihre Ideen in Google ein, aber drücken Sie nicht sofort auf Enter. Die Autovervollständigung schlägt Ihnen vor, was andere häufig suchen. Nach dem Absenden finden Sie oft weitere Hinweise: den Kasten „Ähnliche Fragen“ mit Fragen anderer Nutzer und ganz unten auf der Seite „Ähnliche Suchanfragen“. Alles, was passt, notieren Sie.

Schritt 3: Ideen mit Daten überprüfen

Jetzt prüfen Sie, wie oft nach Ihren Begriffen gesucht wird. Diese Zahl heißt Suchvolumen. Dafür eignen sich der Google Keyword-Planer und Google Trends. Und wenn Ihre Website schon eine Weile online ist, zeigt Ihnen die Google Search Console sogar, über welche Suchbegriffe Menschen Sie bereits finden. Mehr zu den Werkzeugen weiter unten.

Schritt 4: Nach Absicht sortieren

Hinter jeder Suche steckt eine Absicht – Fachleute sprechen von Suchintention. Vereinfacht gibt es drei Arten:

  • Informieren: „Wie lange hält Sauerteigbrot?“ – passt zu einem Ratgeber-Artikel.

  • Vergleichen: „Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein?“ – passt zu einer Vergleichs- oder Infoseite.

  • Kaufen oder anfragen: „Firmenkuchen bestellen Augsburg“ – passt zu einer Angebots- oder Produktseite.

Schauen Sie sich bei Unsicherheit einfach an, was Google zu dem Begriff anzeigt: Ratgeber, Shops oder Firmenseiten? Das verrät, welche Art von Seite Google für passend hält.

Schritt 5: Jeder Seite ihr Hauptkeyword geben

Ordnen Sie jeder wichtigen Seite Ihrer Website ein Hauptkeyword zu, ergänzt um ein paar verwandte Begriffe. Verwenden Sie es natürlich im Seitentitel, in der Hauptüberschrift und im Text. Wichtig: Nicht mehrere Seiten auf denselben Begriff ausrichten, sonst konkurrieren sie miteinander.

Die kostenlosen Werkzeuge im Überblick

Werkzeug

Wofür es gut ist

Gut zu wissen

Google-Suche selbst

Autovervollständigung, „Ähnliche Fragen“, „Ähnliche Suchanfragen“

Am besten im privaten Browserfenster nutzen

Google Search Console

Zeigt, über welche Begriffe Sie bereits gefunden werden

Braucht eine bestehende, verknüpfte Website

Google Keyword-Planer

Suchvolumen und neue Keyword-Ideen

Kostenloses Google-Ads-Konto nötig; ohne laufende Anzeigen oft nur grobe Zahlenspannen

Google Trends

Vergleicht Begriffe und zeigt saisonale Schwankungen

Zeigt relative Beliebtheit, keine absoluten Zahlen

KI-Assistenten wie ChatGPT oder Claude

Brainstorming: „Welche Fragen haben Kunden, bevor sie einen Steuerberater beauftragen?“

Gut für Ideen, aber keine verlässlichen Suchzahlen

Typische Fehler bei der Keyword-Recherche

Fazit: Hören Sie Ihren Kunden zu

Keyword-Recherche klingt technisch, ist im Kern aber Zuhören: Welche Worte benutzen Ihre Kunden, welche Fragen stellen sie? Mit ein paar kostenlosen Werkzeugen und einer einfachen Tabelle wissen Sie, welche Themen auf Ihre Website gehören. Das gilt für die Bäckerei um die Ecke genauso wie für den Mittelständler mit internationalem Kundenstamm.

Häufige Fragen

Pro Seite ein Hauptkeyword und ein paar verwandte Begriffe. Für die ganze Website hängt es von Ihrem Angebot ab: Eine kleine Bäckerei kommt mit einer Handvoll aus, ein Online-Shop oder Industrieunternehmen braucht deutlich mehr.

Ja. KI-Assistenten bekommen zwar ganze Fragen statt einzelner Wörter, aber die Themen dahinter sind dieselben. Wer weiß, wonach Kunden suchen, kann die passenden Fragen auf seiner Website beantworten – und wird bei Google und KI gefunden.

Für den Einstieg nicht. Google selbst, die Google Search Console, der Keyword-Planer und Google Trends reichen für die meisten Unternehmen aus. Kostenpflichtige Tools lohnen sich vor allem bei sehr vielen Seiten oder starker Konkurrenz.

Quellen

  1. Google Search Console (öffnet in neuem Tab)
  2. Google Keyword-Planer (öffnet in neuem Tab)
  3. Google Trends (öffnet in neuem Tab)
  4. Spam-Richtlinien (Google Search Central) (öffnet in neuem Tab)

ThemenKeywordsKeyword-RechercheSuchbegriffeGoogle Search ConsoleAnleitung

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